Gottes Haus für Fledermaus

WasserfledermausIm August 2005 hat die Biologische Station ein neues Projekt begonnen. Die Idee lebte schon seit einiger Zeit, doch fehlte - wie so oft - die finanzielle Grundlage. Dank der Naturschutzstiftung Niederrhein, die für das Projekt gewonnen werden konnte, steht nun die Förderung für die ersten Schritte, mit denen das Vorhaben auf den Weg gebracht werden soll.

In Nordrhein-Westfalen stehen alle Fledermausarten - bis auf die Zwergfledermaus - auf der Roten Liste. Ein Grund für die Gefährdung ist der zunehmende Verlust von geeigneten Sommer- und Überwinterungsquartieren. Insbesondere Arten, die Quartiere in und an Gebäuden bevorzugen, stehen oft vor "verschlossenen Türen", weil die moderne Bauweise keine Unterschlupf-Möglichkeiten offen lässt oder die menschlichen Bewohner sich gestört fühlen.

Fledermausforscher haben - wie die Fledermäuse schon längst vor ihnen - entdeckt, dass unausgebaute Dachböden oft ideale Quartiere darstellen. Sie bieten nicht nur die entsprechenden klimatischen und strukturellen Bedingungen, sondern werden nicht oder nur wenig vom Menschen genutzt.

KircheWarum also nicht auch die Kirchendächer im Kreis Wesel für Fledermäuse öffnen und herrichten? Gemeinsam mit den Gemeinden möchte die Biologische Station dies in Angriff nehmen. Dabei kommt die fachliche Unterstützung von der Biostation, die zunächst untersucht, ob das Dach geeignet ist und was getan werden kann. Die entsprechenden Maßnahmen, wie Schaffung von Einflugöffnungen und Hangplätzen werden dann gemeinsam mit kirchlichen Kinder- und Jugendgruppen geplant und von diesen durchgeführt. Sie übernehmen auch die weitere Betreuung der Quartiere, nachdem die Fledermäuse eingezogen sind.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema "Fledermäuse auf unserem Kirchendach" soll nicht zu kurz kommen. Mit Ausstellungen in lokalen Einrichtungen der jeweiligen Gemeinde und Präsentationen z.B. auf Pfarrfesten sollen die Aktivitäten und Ergebnisse bekannt gemacht werden.

Jede Gemeinde im Kreis Wesel kann am Projekt teilnehmen. Eine Broschüre zum Projekt ist bei der Biologischen Station erhältlich und liegt auch hier als pdf-Datei vor.

Außerdem stehen wir Ihnen bei weiteren Fragen zur Verfügung:

Biologische Station

Regina Müller
mueller@bskw.de
02 81 - 9 62 52 23

Paul Schnitzler
schnitzler@bskw.de
02 81 - 9 62 52 15
Naturschutzstiftung Niederrhein

Franz-Wilhelm Ingenhorst
ingenhorst@nabu-wesel.de
02 81 - 1 64 77 87

Kenneth Jenkins
km.jenkins@t-online.de
02 81 - 3 14 00