Informationen zum Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein unscheinbarer Nachtfalter, der - nachdem er ca. 130 Jahre in Nordrhein-Westfalen nicht mehr aufgetreten ist - seit 2001 hier wieder in zunehmenden Mengen anzutreffen ist.
Der erwachsene Schmetterling ist für den Menschen harmlos. Anders sieht es leider mit seinen Raupen aus. Diese sind mit Haaren bedeckt, die das Nesselgift Thaumetoporin besitzen. Bei Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kann es beim Menschen zu allergischen Reaktionen von Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen kommen. Die Beschwerden klingen nach zwei bis drei Wochen wieder ab.
Wann und wo
In Wäldern und parkartigen Anlagen, aber auch in Gärten sind die Raupen an Eichen anzutreffen.
Von Ende Mai bis in den September hinein herrscht die Gefahr, mit den Haaren in Berührung zu kommen.
Schutz
Beim Aufenthalt in befallenen Gebieten sollte man Hals, Arme und Beine bedecken. Vor allem an windigen Tagen können die Haare der Raupen mit dem Wind weiter getragen werden. Auf keinen Fall die Gespinste oder Raupen berühren. In Wäldern sollte man auf den Wegen bleiben und nicht durchs Unterholz streifen (gilt auch für Hunde, die die Gifthaare in ihrem Fell weiter tragen könnten). Sollte es zu Kontakt gekommen sein, die betroffenen Körperstellen mit Wasser abspülen; Kleidungsstücke bei mindestens 60°C waschen (das Nesselgift wird bei dieser Temperatur unwirksam).
Gegenmaßnahmen
In viel genutzten öffentlichen Grünanlagen und Gärten ist es sinnvoll, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Absaugen der Gespinst-Nester hat sich bewährt. Dies sollte man auf jeden Fall Fachleuten überlassen.
Fachliche Hilfe und weitere Informationen
Kreis Wesel
Ansprechpartner: Thomas Hölzer
Tel.: 02841-202-1102
Email: thomas.hoelzer@kreis-wesel.de
Homepage: www.kreis-wesel.de
Ordnungsämter der Städte und Gemeinden
Forstamt Wesel
Am Nordglacis 18
Tel.: 0281/33832-0
Email: poststelle@fa-wesel.lfv.nrw.de
Gesundheitsamt Kreis Wesel
Email: gesundheitswesen@kreis-wesel.de