Hirschkäfer

HIRSCHKÄFER



Fragen und Antworten



Wie lange lebt der gefundene Hirschkäfer noch, wann stirbt er?

Die Hirschkäfermännchen leben nach ihrem Erscheinen Ende Mai / Anfang Juni noch ca. 4 Wochen. Die Weibchen leben länger, sie können mit etwas Glück auch noch im August beobachtet werden. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zum Käfer dauert jedoch bis zu 7 Jahre.


Warum werden manchmal nur die „Köpfe“ der Tiere gefunden?

Hirschkäfer, insbesondere die Männchen, sind recht träge und für einen Fressfeind leichte Beute. Insbesondere Spechte und Rabenvögel fliegen mit einen gefangenen Hirschkäfer auf einen Weg oder an einen Baumstumpf. Dort nutzen sie den harten Untergrund, um den Harten unverdaulichen Vorderteil der Käfer vom „schmackhaften“ Hinterleib zu Trennen. Aufgrund des speziellen Körperbaus von Insekten kann der verbleibene Rest - meist Kopf und Halsschild - oft noch etwas weiter leben.


Was soll ich mit dem gefundenen Tier machen?

Wenn Sie einen Hirschkäfer finden, lassen Sie ihn am besten dort frei, wo sie ihn gefunden haben. Wenn Sie glauben, dass Tier ist dort in Gefahr (Straße etc.) können sie es im Garten, auf einer Obstwiese, in einem Park oder an einen Laubwaldrand aussetzen.


Darf ich gefundene Käfer behalten?

Hirschkäfer gehören zu den geschützten Arten und dürfen laut Gesetz nicht der Natur entnommen werden. Wenn Sie das Tier Ihren Kindern oder in der Schule zeigen wollen, so wird sie dafür aber wohl kaum jemand bestrafen. Setzen Sie das Tier danach jedoch wieder aus.


Sind Hirschkäfer schädlich oder gar gefährlich?

Nein, sie übertragen keine Krankheiten, fressen keine Vorräte und richten auch sonst keinen Schaden an. Wer die Tiere anfasst, der sollte seinen Fingen nicht zwischen die Kieferzangen halten, dann können die Tiere schon mal kneifen. Für empfindliche Personen kann dies in seltenen Fällen auch mal schmerzhaft sein, ernsthafte Verletzungen können Hirschkäfer jedoch nicht verursachen.


Wo kann man näheres über Hirschkäfer nachlesen?

Über Hirschkäfer im allgemeinen gibt es ein Buch von: Bernhard Klausnitzer: Die Hirschkäfer (Lucanidae), Neue Brehm-Bücherei 109 Seiten. Verlag: Springer.
Das Buch behandelt nicht nur die Europäischen Arten.
Eine sehr gute Abhandlung über die einheimischen Arten befinde sich in:
Fritz Brechtel, Hans Kostenbader (2002): Die Pracht- und Hirschkäfer Baden-Württembergs. 632 Seiten. Verlag: Ulmer (Eugen).

Des weiteren gibt es einige bebilderte Bestimmungsbücher für Käfer, in denen auch der Hirschkäfer (kurz) beschrieben ist.

Auch im Internet ist mittlerweile einiges über Hirschkäfer nachzulesen. Die Angebote wechseln jedoch ständig, am besten ist es die gewünschten Informationen über gängige Suchmaschinen ausfindig zu machen.