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Kormorane
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Während des Herbstzuges der westeuropäischen Kormorane wurden im Oktober 2004 maximal 1.782 Kormorane auf dem Kormoran-Schlafplatz Bislicher Insel gezählt. Dieses nur während weniger Tage auftretende Herbst-Maximum (Grafik 1) war nahezu gleich hoch wie im Vorjahr als maximal 1.738 Individuen gezählt wurden.
Zugablauf beim Kormoran im Kreis Wesel im Jahre 2004
Die Entwicklung des Herbstbestandes auf der Bislicher Insel zeigt deutlich, dass der Herbstbestand nach einem Höchststand zwischen 1994 und 1997 mit rund 3.000 Vögeln deutlich zurück gegangen ist und sich in den letzten Jahren auf einem Niveau von rund 1.500 Individuen stabilisiert hat (Grafik 2).

Entwicklung des Herbstmaximums beim Kormoran-Durchzug im Kreis Wesel 1990-2004
Der Brutbestand des Kormorans im Kreis Wesel zeigte in den 1990er Jahren eine stete Zunahme, die 1999 zuende war. Seitdem hat sich der Brutbestand auf einem Niveau von rund 300 Brutpaaren stabilisiert (Grafik 3). In der einzigen Brutkolonie des Kreises Wesel auf der Bislicher Insel wurden im Frühjahr 2004 300 Nester gezählt, was gegenüber 2003 eine Abnahme um ca. 17 % bedeutet.
Entwicklung des Kormoran-Brutbestandes im Kreis Wesel 1990-2004
Die niederrheinische Population ist Teil des westeuropäischen Bestandes und es hat sich gezeigt, dass der westeuropäische Kormoran-Bestand mit seinen Schwerpunkten in den Niederlanden und Dänemark, durchaus den Gesetzen der Selbstregulierung unterliegt. Diese westeuropäische Entwicklung spiegelt sich auch in der Entwicklung des Herbstbestandes auf der Bislicher Insel wieder. Damit dürfte die über ein Jahrzehnt andauernde Diskussion über das unbegrenzte Weiterwachsen des hiesigen Kormoran-Bestandes beendet sein und macht Diskussionen über Bestandsregulierenden Maßnahmen hinfällig.

Entwicklung des Mittwinterbestandes beim Kormoran-Durchzug am Unteren Niederrhein 1970-2004 (Quelle: Sudmann, NWO-Monitoringbericht 2004/01)